1. Ihre Linie und die Paneele, die Sie fertigen

Beginnen Sie mit dem Verfahren, denn es legt fest, was das System leisten muss. Zwei Werke, die dasselbe Paneel auf unterschiedlichen Anlagen fertigen, brauchen unterschiedliche Systeme.

Als Nächstes listen Sie die Paneele auf, die Sie fertigen, samt ihrer Dicke: Wände, Decken und Böden von Kühlhäusern, Wandpaneele und Dachpaneele für Gebäude, Paneele für Kühlkoffer. Dicke Paneele für Tiefkühlräume und dünne Wandpaneele stellen unterschiedliche Anforderungen an den Schaum. In einem dicken Paneel muss der Schaum einen tieferen Hohlraum füllen und im Kern, wo sich mehr Wärme staut, gleichmäßig aushärten. Unsere Systeme für Kühlhauspaneele decken Dämmdicken von 4 bis 20 cm ab. Wenn ein System Ihren gesamten Bereich abdecken muss, sagen Sie es uns.

2. Deckschichten und Haftung

Der Schaum ist zugleich der Klebstoff. Er verbindet die beiden Deckschichten zu einem tragenden Paneel; ein schwacher Verbund bedeutet also ein schwaches Paneel, das beim Transport, im Betrieb oder beim Zuschnitt delaminieren kann. Gängige Deckschichten sind:

Die Haftung hängt von der Beschichtung oder dem Primer auf der Deckschicht ab, von der Sauberkeit der Oberfläche und von der Temperatur der Deckschicht, wenn der Schaum auf sie trifft. Nennen Sie uns für jede Seite Material und Beschichtungsart und verwenden Sie im Versuch Ihre eigenen Coils oder Bleche aus der laufenden Produktion. Wenn Sie später den Coil-Lieferanten wechseln, führen Sie eine Haftungsprüfung durch, denn eine neue Beschichtung kann anders haften.

3. Brandanforderung und wann PIR sinnvoll ist

Bevor Sie ein System auswählen, klären Sie, welche Brandklasse Ihr Paneel erreichen muss und nach welcher Norm es geprüft wird. Die Antwort kommt aus der Bauvorschrift, der Projektspezifikation oder vom Versicherer.

Brandklassen werden in der Regel am fertigen Paneel beurteilt; neben dem Schaum zählen also auch die Deckschichten, die Fugen und der Aufbau des Paneels. Das System von JiTPOL für Kühlhauspaneele gibt es in einer flammgeschützten Variante, die in der Brandprüfung im Labor als B1 eingestuft ist. Teilen Sie uns Klasse und Norm mit, dann klären wir gemeinsam mit Ihnen, ob diese Variante zu Ihrem Paneel passt.

PIR (Polyisocyanurat) ist eine Überlegung wert, wenn die Vorschrift oder der Versicherer eine Brandklasse verlangen, die ein PUR-Paneel nicht erreicht. PIR verhält sich im Brandfall besser, reagiert aber schneller, stellt höhere Anforderungen an die Linie, ist spröder und kostet mehr. Wo die Vorschriften ein PUR-Paneel zulassen, ist PUR meist die einfachere und günstigere Wahl. Unser Leitfaden PIR oder PUR bei Dämmpaneelen erklärt den Unterschied.

4. Das Treibmittel, das Ihre Anlage und Ihr Standort verarbeiten können

Das Treibmittel wird meist in die Polyolseite eingemischt oder an der Schäummaschine zudosiert. Es verdampft beim Aufsteigen des Schaums und bleibt in den geschlossenen Zellen, wo es den größten Teil der Dämmwirkung erbringt. Unsere Isoliersysteme verwenden Treibmittel aus den Gruppen n-Pentan, HFC und HFO, und keines enthält HCFC-141b. Welches passt, ist ebenso eine Entscheidung des Werks wie eine chemische.

Teilen Sie uns mit, womit Ihre Linie heute arbeitet. Wir legen das Treibmittel gemeinsam mit Ihnen so fest, dass es zu Ihrer Anlagentechnik und zu den Vorschriften in Ihrem Markt passt.

5. Lagerung und Klima in heißen Regionen

Beide Komponenten reagieren empfindlich auf Hitze und Feuchtigkeit, und der Sommer am Golf oder im Irak setzt Fässern, die auf dem Hof stehen, hart zu. Bewährte allgemeine Praxis:

Die ISOPA-Leitlinien für verpacktes TDI und MDI, die unten unter den Quellen aufgeführt sind, behandeln sichere Lagerung und Handhabung ausführlicher.

6. Monatsmenge, Gebinde und Ihre Angebotsanfrage

Ihre Monatsmenge bestimmt, wie das System verpackt wird und wie Sie Ihren Lagerbestand planen. Unsere Systeme für Kühlhauspaneele liefern wir in Fässern zu 200 kg und IBC-Containern zu 1000 kg, versandt ab Bursa (Türkei). Fässer eignen sich für kleinere oder unregelmäßige Abnahme. IBC eignen sich für eine Linie mit gleichmäßigem Verbrauch und bedeuten weniger Gebinde, die gehandhabt und entsorgt werden müssen.

Für ein Angebot, das zu Ihrer Linie passt, senden Sie uns:

Fragen Sie in derselben Anfrage nach dem Technischen Datenblatt (TDB) und dem Sicherheitsdatenblatt (SDB). Wir senden sie auf Anfrage über das Anfrageformular zu, und zwar für das System, das zu Ihrer Linie passt. Exportaufträge werden in der Regel per Banküberweisung (T/T) in EUR oder USD im Voraus bezahlt; die Bedingungen werden mit jedem Angebot vereinbart.

7. Wie ein erster Versuch abläuft

Zwei Linien desselben Typs unterscheiden sich dennoch in Liniengeschwindigkeit, Länge und Temperatur der Presse, Mischkopf, Temperatur der Deckschichten und Hallentemperatur. Deshalb wählen wir ein Paneelsystem nicht aus dem Katalog aus. Wir passen eine unserer eigenen Formulierungen an Ihren Prozess an, und ein Versuch auf Ihrer Linie bestätigt die Wahl. Ein erster Versuch auf einer Paneellinie läuft normalerweise so ab:

Bei geeigneten Projekten besucht unsere Anwendungstechnik Ihre Fertigungslinie und begleitet Produktionsversuche gemeinsam mit Ihnen.

Hinweis: Dieser Leitfaden enthält allgemeine technische Informationen für Paneelhersteller. Welches System richtig ist, hängt von Ihrer Linie, den Deckschichten, der Anlagentechnik, dem Klima und den Vorschriften in Ihrem Markt ab; Brandklassen müssen am fertigen Paneel anhand der einschlägigen Norm bestätigt werden. Für eine Empfehlung für Ihre Linie fordern Sie das Technische Datenblatt (TDB) und das Sicherheitsdatenblatt (SDB) über unser Anfrageformular an oder wenden Sie sich an die Anwendungstechnik von JiTPOL.

Ausgewählte Quellen